Kategorie-Archiv: Reisen

nah und fern

The Billionaires Club

In der Schweiz findet man viele vom internationalen JetSet besuchte Orte: St. Moritz, Zermatt, Verbier…  aber Gstaad spielt mit seinem diskreten Luxus in einer anderen Liga.

Zehn idyllische Chalet-Dörfer (in der Region wir nur im Chalet-Stil gebaut) vereinen sich mit schickem Charme zur Gemeinde Gstaad mit ca. 6.000 Einwohnern. Spitzen-Hotellerie, ausgezeichnete Shopping-Möglichkeiten und mehr als eintausend Veranstaltungen im Jahr ziehen Promis und Familientouristen gleichermaßen ins Saanenland. So hat hier z.B. Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone ein eigenes Hotel.

Gstaad ist perfekt erreichbar,

ein kleiner Flughafen für Eilige, mit der Bahn für Genießer und mit dem Auto für Erlebnishungrige.

Unser erster Eindruck vom Ort – es sieht aus wie gemalt: Berge, Bäume, ein gurgelnd plätschernder Bach mit glasklarem Wasser, friedlich grasende Kühe und freundliche Menschen – hier hat der liebe Gott wirklich perfekt gearbeitet.

Der Golfplatz Gstaad

Die Fahrt zum Golfplatz bestätigt diesen Eindruck: Die 18-Loch-Golfanlage schmiegt sich in 1400 m Höhe an den Berghang und ist von einen Naturschutzgebiet mit Flachmoor umgeben – Traumkulisse inklusive.

Der Platz wurde 1959 als 9-Loch-Anlage (Par 37) konzipiert und 1962 eröffnet. Erst 37 Jahre später wurde dann der lang gehegte Wunsch Wirklichkeit, 1999 wurden die zweiten Neun eingeweiht und nach diversen Sturmschäden und Umbauten ist die Anlage seit 2003 mit 18 Loch/Par 70 bespielbar. Der Club hatte jahrelang recht strenge Aufnahmeregeln, eine Zahl von 500 Mitgliedern sollte nicht überschritten werden, deshalb auch der leicht spöttelnde Name „Billionaire Club“. Seit 2016 werden wieder verstärkt Neumitglieder aufgenommen, aktuell hat der Club 675 Mitglieder aus 20 Ländern.

Unter dem neuen Präsidenten Philippe Werren und seinem ebenfalls neuen Clubmanager Ronnie Zimmermann werden auf den zweiten neun Löchern zur Zeit umfangreiche Umbauten vorgenommen. Wir konnten uns schon Teile des neuen Layouts ansehen und spielen.

Der Kurs beginnt mit einen langen und schönen Par 5, links begrenzt vom einzigen wirklichen Wasserhindernis des Platzes. Kaum ist man da durch schließen sich die kurzen Löcher 2 und 3 an und man denkt: ist ja easy. Doch an Loch vier die erste Bergüberraschung, ein starkes Gefälle nach links und der Ball läuft und läuft und … in den dichten Bergwald ohne Chance auf Rettung!  So kamen noch einige ungeplante Ballverluste.

Für Flachland-Genußgolfer wie mich waren die zweiten Neun eine wirkliche Herausforderung, das Auf-und-Ab in der Höhe und auch der dem Gefälle folgende Ball machten einige Umwege notwendig. Besonders beeindruckend ist die Bergkulisse mit dem Ausblick auf das Rüblihorn, das auf Bahn 7 und 14 quasi als Richtungsgeber zur Fahne fungiert. Wir haben für die ersten 9 Löcher rund 3 Stunden gebraucht, für die zweiten sogar etwas länger.

Dafür entschädigt das Clubhaus mit seinem Restaurant:

Der Chef kocht selbst: 18 Punkte Koch Robert Speth
Der Chef kocht selbst: 18 Punkte Koch Robert Speth

14 Gault-Millau-Punkte hat das Restaurant vom 18-Punkte-Koch Robert Speth. Der gebürtige Deutsche führt in Gstaad übrigens das Restaurant Chesery, ein Besuch lohnt sich! Für seine Gäste zaubert der Meister auch gern selbst und kommt zum Plausch mit auf die Club-Terrasse.

Jeden Mittwoch gibt es das Club-Special: 18-Loch-Greenfee mit 4-Gang-Menu Surprise für 140 CHF (Anmeldung erbeten).

Im Club angesiedelt ist natürlich auch ein Proshop und die Golf Academy von Bruno Herrmann mit den beiden Pros Graham Townhill und Christian Lüdemann.

Viele Hotels bieten Übernachtung und Greenfee in Kombination an.

Grand Hotel Park*****+
Grand Hotel Park*****+
Perfekter Startpunkt für einen Golfurlaub. Vom Stadtzentrum 5 Gehminuten entfernt bietet das Haus hervorragenden Service. Empfehlenswert ist ein Besuch des argentinischen Restaurants „Chubut“ mit dem historischen Fahrstuhl. Der Indoor PGA Tour Surround Golfsimulator stimmt ein auf golferische Herausforderungen, die einen erwarten. Das Golfteam kümmert sich auch um Startzeiten im benachbarten Club.

Ein besonderes Highlight stellt das Grand Hotel Park seinen Gästen zur Verfügung. Im Untergeschoß befindet sich der Indoor PGA Tour Surround Golfsimulator. Golf Pro Frédéric Dauchez bietet Trainerstunden mit Schwunganalyse für bis zu 4 Personen.

Schwunganalyse im Golfsimulator, rechts Pro Frédérick Dauchez
Schwunganalyse im Golfsimulator, rechts Pro Frédérick Dauchez

Aber die Anlage kann noch viel mehr! Über 900 Top-Kurse aus aller Welt können gespielt werden, verrückte Wetterbedingungen inklusive. Wir haben uns einen Traum erfüllt und den Old Course in St Andrews gespielt. Für einen verregneten Nachmittag oder eine Golfrunde nach der Ski-Abfahrt im Winter ein tolles Alternativprogramm.

A propos Alternativprogramm:

IMG_5250Gstaad hat über 1.000 Veranstaltungen auf dem Jahreskalender, von Sportveranstaltungen wie dem Tennisturnier Crédit Agricole Suisse Open, dem FIVB Beach Volleyball World Tour, dem Hublot Polo Gold Cup über weltberühmte Festivals wie dem Menuhin Festival Gstaad (Das Gstaad Menuhin Festival findet 2017 vom 13. Juli bis 2. September statt.) oder dem Sommets Musicaux de Gstaad. Ende September findet alljährlich die Country-Night Gstaad statt, dieses Jahr schon zum 28. Mal.

Darüber hinaus finden sich in der Region unzählige Möglichkiten für Outdoor-Aktivitäten: Kutschfahrten, Bergwanderungen oder Gleitschirmfliegen im Sommer und jede Art von Schneespaß im Winter. Wer auf Schnee und Eis auch im Sommer nicht verzichten möchte, dem sei ein Besuch auf dem Glacier 3.000 empfohlen.

107 m lang freischwingend zwischen den Gipfeln
107 m lang freischwingend zwischen den Gipfeln

20 Autominuten von Gstaad entfernt befindet sich der „Eingang“ zum einzigartigen Gletscherskigebiet auf ca. 3.000 m. Von der Talstation Reusch (1350 m) oder Col du Pillon (1546 m) geht es mit der Seilbahn auf die Zwischenstation Cabane (2525 m) und von dort weiter zum Scex Rouge (2940 m). Dort beginnt die 107 m lange Hängebrücke Peak Walk by Tissot zum Aussichtspunkt auf 2971 m – atemberaubend. Bei guten Wetter sieht man das gesamte Alpenpanorama mit Dent Blanche, Matterhorn, Mt. Collon, Eiger, Mönch, Jungfrau und Mont Blanc am Horizont.

Zum Erholungsgebiet zählen weiter ein Alpine Coaster (höchstgelegene Rodelbahn der Welt), Glacier Walk, Snow-Bus-Fahrt, Hundeschlitten-Fahrten, Fun Park (Schlittenfahren), Gleitschirm-Startplätze und natürlich die Sonnenterrasse und Restaurants.

Das gesamte Gebiet ist ganzjährig geöffnet, die Seilbahnen fahren von 9.00 Uhr früh bis 16.50 Uhr im Sommer bzw. 16.30 Uhr im Winter.

Gstaad – eine Traumdestination in Mitteleuropa.

Unentdeckte Juwelen inmitten des Atlantiks

Den meisten Europäern sind die Azoren nur als Namensgeber für wetterbestimmende Hochdruckgebiete bekannt. Dabei gibt es auf den neun Inseln, die als autonome Region zu Portugal und damit zur Europäischen Union gehören, so viel zu entdecken!

Vulkanische Steilküste bei Agua de Pau

Der Archipel der Azoren liegt am Mittelatlantischen Rücken an der Plattengrenze zwischen der Europäischen, der Afrikanischen und der Nordamerikanischen kontinentalen Platte und ist vulkanischen Ursprungs. Jede der Inseln hat dabei einen ganz eigenen Charakter. Allen gemeinsam ist aber das ganzjährig milde, vom Golfstrom bestimmte Klima und die ausgezeichnete Erreichbarkeit in nur zwei Flugstunden vom portugiesischen Festland und rund vier Stunden von Frankfurt/Main mit regelmäßigen Linienflügen.

Wir durften die größte Insel des Archipels, São Miguel, für ein paar Tage kennenlernen.

Entstanden aus einer Reihe von Vulkanen, bietet São Miguel eindrucksvolle grüne Landschaften, postvulkanische Erscheinungen, bizarre Steilküsten und sandige Badestrände.

Laufen auf Lava
Laufen auf Lava

Ausgehend von der Hauptstadt Ponta Delgada sind alle Sehenswürdigkeiten über hervorragend ausgebaute Straßen in kurzer Zeit erreichbar.

Hafen Ponta Delgada
Hafen Ponta Delgada

Unser Besuch beginnt mit der Fluganreise mit der azorischen Fluggesellschaft SATA nach Ponta Delgada, der Hauptstadt der Insel und gleichzeitig Verwaltungssitz der Azoren.

sata

Der Flughafen ist klein, familiär und dennoch modern. Mit dem Bus geht es zunächst nach Agua de Pau an der Südküste der 62 km langen Insel. Unser Hotel Caloura Hotel Resort**** vereint die Vorzüge eines touristischen Ausgangspunktes in sich: günstige Lage im Mittelteil der Insel, direkt an der wildromantischen schwarzen Vulkanfelsenküste, umgeben von subtropischer Vegetation, in der Nähe von spannenden Kulturerlebnissen und mit schönen Bademöglichkeiten im Pool und in einer kleinen Badebucht.

Kakteengarten am Hotel Caloura
Kakteengarten am Hotel Caloura

Ein Ausflug nach Ponta Delgada, nur 17 Kilometer entfernt, lohnt sich auch noch am Abend. Die Altstadt bezaubert mit einer Vielzahl an historischen Gebäuden und dem dekorativen schwarz-weißem Pflaster der Gehwege.

Dekoratives Straßenpflaster
Dekoratives Straßenpflaster

Kleine Restaurants und Bars locken mit moderaten Preisen und freundlichen Menschen. Wir entscheiden uns für das Hotelrestaurant in der Alten Schule. Das Essen schmeckt hier hervorragend, die Weine sind sogar noch besser. In der Hotellobby befindet sich ein kleiner Museumsbereich, der das frühere Schulleben zeigt, und wenn man Glück hat, so wie wir, erzählt der Hoteldirektor aus der Zeit, als er selbst hier Schüler war.

Glockenturm im nächtlichen Ponta Delgada
Glockenturm im nächtlichen Ponta Delgada

Am nächsten Tag lernen wir das Innere der Insel kennen. Wir fahren an grünen Weiden mit kleinen Kühen vorbei, die Straßen schrauben sich höher, die Vegetation wird dichter. Nach etwa einer halben Stunde haben wir den Batalha Golf Club erreicht, einen der beiden Golfplätze auf São Miguel.

Batalha - Bahn 1

Er ist international zertifiziert und begeistert durch seine an die vulkanischen Hügel geschmiegte Lage, die immer wieder wunderschöne Ausblicke über die Insel bis hinunter zur Küste offeriert.

Zwar verregnet uns heute das Wetter das Golfvergnügen, doch tut das dem Genuss des schön angelegten Kurses mit seiner außergewöhnlichen azoreanischen Flora keinen Abbruch.

Die botanischen Besonderheiten der isoliert liegenden Insel lassen sich besonders gut im historischen Park Terra Nostra entdecken. Er befindet sich im Örtchen Furnas, inmitten des gleichnamigen Tals (Vale das Furnas), eigentlich ein Vulkankrater, mit noch immer brodelnden heißen und kalten Mineralquellen.

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Der seit 1775 bestehende Park beherbergt auf 12,5 Hektar nicht nur mehr als 2000 Pflanzen- und Baum-Arten, darunter preisgekrönte Magnolien und die für die Azoren typische Strelitzie, sondern auch ein aus natürlichen vulkanischen Quellen gespeistes 37° C warmes Thermalbad, dessen Wasser aufgrund des Eisengehalts kräftig rostrot gefärbt ist. Zugang zum Park erhält man durch das architektonisch interessante Art-Deco-Hotel „Terra Nostra Garden Hotel“.

Kochen im Vulkan
Kochen im Vulkan

Bevor wir hier im Restaurant „TN“ zu Mittag essen, dürfen wir noch die Zubereitung der örtlichen Spezialität „Cozido das Furnas“ miterleben. Dazu fahren wir mit dem Bus zum Kratersee „Lagoa das Furnas“, an dessen Ufer schweflige Dämpfe aus dem Erdboden wabern. Hier haben einige findige Azoreaner, allen voran Tony vom Restaurante Tony‘s, kleine Schächte in die aktiven Fumarolen gegraben, um die vulkanische Hitze zum Kochen zu benutzen. So werden also morgens große Töpfe mit Fleisch, Wurst und Gemüse gefüllt, in die Schächte hinabgelassen und mit Erde bedeckt. Gegen Mittag kommen die Köche zurück an den Kratersee, um das fertig gegarte Essen auszugraben und schnell mit dem Auto zum Restaurant zurückzubringen, wo es dann ganz normal am Tisch serviert wird.

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Überhaupt wird auf den Azoren auf gutes Essen besonderer Wert gelegt. Das bestätigt sich auch am Abend im Furnas Boutique Hotel. Dieses moderne Haus hinter historischer Fassade bietet in seinem mit offener Küche gestaltetem Restaurant lokale Köstlichkeiten wie Rote Bete mit Schmand und einheimischen Wildkräutern, fritierte Tintenfischarme auf Hirse oder Schweinefleisch auf Apfelmus-Senfsauce mit Ananaswürfeln. Dazu gibt es traditionell geschmorten Rotkohl und zum Abschluß als Dessert geflämmtes Baiser mit knusprigen Mandelkrümeln und einem frischen Sorbet.

Obwohl auch am folgenden Tag Regenwolken den Himmel bedecken, lockt uns die Neugier nach draußen. Mit dem Bus geht es auf die Nordseite der Insel. Dort befinden sich Europas einzige Teeplantagen.

Teeplantage Gorreana
Teeplantage Gorreana

Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts wird die echte Teepflanze Camelia sinensis hier angebaut. Mit dem Atlantik in Sichtweite, stetigem Wind und mildem Klima gedeiht der Tee hier ausgezeichnet und das ganz ohne Pflanzenschutzmittel! Die Firma Gorreanna hat ihre Produktionsstätte mit den historischen Verarbeitungsmaschinen für Besucher geöffnet und in der Art eines Hofladens kann man den schwarzen und grünen Tee direkt und gratis verkosten. Wer vom Geschmack begeistert ist, so wie wir, der kann gleich vor Ort aus den verschiedenen Sorten und Qualitäten wählen und preiswert einkaufen.

Fruchtige Liköre dekorativ abgefüllt
Fruchtige Liköre dekorativ abgefüllt

Das Wetter ist uns noch immer nicht wohlgesonnen, deshalb besuchen wir eine überdachte Attraktion: die Likörfabrik „Mulher de Capote“ öffnet ihre Tore ebenfalls für Besucher. Inmitten von hunderten großen Holzfässern lädt uns die Chefin selbst zur Verkostung solcher Verführungen wie Maracuja-Likör, „Queen of the Islands“-Schokoladenlikör und weiterer hochprozentiger Destillate aus Maulbeeren, Ananas, Bananen, und, und, und … Draußen steht noch der Weihnachtsbaum aus Likörflaschen.

Immer Weihnachten?

Am Nachmittag hat die Sonne ein Einsehen mit uns und schaut aus den Wolken hervor. Diese Gelegenheit nutzen wir, um in Ribeira Grande den Sandstrand Santa Barbara zu besichtigen. Umrahmt von schwarzen Vulkansteinen liegt eine schöne Badebucht vor uns ausgestreckt. Zwar ist gerade keine Saison, deshalb sind die kleinen Läden an der hölzernen Promenade geschlossen, aber auch so ist der breite Strand mit den flach anrollenden Wellen einen Spaziergang wert.

Panorama Sandstrand Santa Barbara
Panorama Sandstrand Santa Barbara

Leider war unser Kennenlernbesuch auf São Miguel viel zu kurz, und ungewöhnlich regnerisch. So bleibt für einen längeren Besuch, der wenigstens eine Woche lang sein sollte, noch vieles zu entdecken. Ganz besonders neugierig sind wir noch auf das Naturschutzgebiet Bacia das Sete Cidades mit dem Grünen und dem Blauen See, die ineinander übergehen, und den Lagoa do Fogo, ebenfalls ein Kratersee, und den warmen Wasserfall in der Caldeira Velha am Vulcao do Fogo. In Ponta Delgada lohnt sich der Besuch des größten religiösen Festes der Azoren „Festas do Senhor Santo Cristo dos Milagres“, das jedes Jahr fünf Wochen nach Ostern stattfindet. Die östliche Inselseite verspricht ursprüngliche Natur und spektakuläre Sonnenaufgänge über dem atlantischen Ozean.

Üppiges Grün

Wer seine Zeit auf der Ilha Verde aktiv verbringen möchte – so wird São Miguel wegen seines üppigen Grüns auch genannt – der kann die Geotope auf ausgewiesenen Wegen erwandern oder mit dem Fahrrad erkunden. Vielseitige Sportmöglichkeiten am, im und auf dem Wasser locken Taucher, Segler, Surfer und Gleitschirmflieger. Kajak- und Kanufahren sowie Canyoning ist an mehreren Orten auf der Insel möglich. Naturfreunde können vor der Küste Meeressäuger beobachten, und mehr als 200 Vogelarten sind auf São Miguel zu entdecken. Die vulkanischen Aktivitäten bescheren der Insel ca. 30 Varianten mineralhaltigen und therapeutisch nutzbaren Wassers, so dass man die Azoren auch für einen Wellness-Urlaub nutzen kann.

Insel-Urlaub mal 9
Insel-Urlaub mal 9

Und auch die anderen Inseln sind einen Besuch wert: Wassersport und Wandern sind auf allen Inseln möglich und auf jeder entdeckt man andere Ausprägungen der vulkanischen Entstehungsgeschichte.

Santa Maria gehört mit São Miguel zur Östlichen Gruppe. Sie hat einen weißen Strand Praia Formosa, eine einzigartige rote Sandwüste und die Columbus-Bucht zu bieten – hier machte einst Christoph Kolumbus Station auf der Rückreise von Amerika. Auch gibt es Fossilien zu entdecken.

Die Zentralgruppe der Azoren besteht aus fünf Inseln:

Terceira ist eine eiförmige Insel mit Vulkanhöhlen und einem Golfplatz.
Graciosa ist klein, hier findet man begehbare Vulkanschlote und natürliche Thermalschwimmbecken.
São Jorge ist langgezogen wie eine Speerspitze und berühmt für seinen Käse, Kaffee und als Vogelheimat.
Auf Pico befindet sich der gleichnamige höchste Berg Portugals, ein Schichtvulkan, und hier wird Wein angebaut. Empfehlenswerte Orte sind hier das Walfangmuseum, und Lavatunnel, in denen man wandern kann.
Faial gilt als einer der besten Tauchspots der Welt und hat im Zentrum eine spektakuläre Caldera.

Die Westgruppe, bereits auf der amerikanischen Kontinentalplatte befindlich, besteht aus Flores und Corvo. Flores fasziniert mit großartigen Felsformationen und Wasserfällen.
Das winzige Eiland Corvo hat nur 17,1 Quadratkilometer Fläche und besteht eigentlich nur aus einem weiten Vulkankrater und dessen Flanken, bietet aber unglaubliche Aussichten.

Traumziel Azoren
Traumziel Azoren

Die Azoren sind als Urlaubsziel unbedingt zu empfehlen. Die Inselgruppe ist für nachhaltigen Tourismus in Küstengebieten mehrfach international ausgezeichnet worden und gilt als eine der 10 besten Destinationen weltweit. Ich werde die Azoren auf jeden Fall noch einmal und dann mit viel mehr Zeit besuchen!

Eure Dorit

Dieser Artikel erschien zuerst in der Printausgabe der „Bonnes Vacances“ Frühjahrsausgabe 2016

 

El Gouna – Life as it should be

El Gouna (ägyptisch für ‚Die Lagune’) ist eine künstlich angelegte Lagunenstadt, ca. 25 km nördlich von Hurghada entfernt direkt am Roten Meer.

Die Stadt wurde ab 1989 komplett neu errichtet und dabei nach neuesten ökologischen und sozialen Gesichtpunkten in die wunderschöne Landschaft integriert. El Gouna besteht aus lauter kleinen Inseln, die über Brücken miteinander verbunden sind. Eine Meerwasser-Entsalzungsanlage und konsequentes Recycling machen die Stadt für VIPs aus aller Welt attraktiv. So hatte z.B. Omar Sharif seine eigene Insel. Zwei große Marinas bieten ca. 200 Schiffen bis 60m Länge Platz. El Gouna hat zur Zeit ca. 20.000 Einwohner und soll gemächlich doppelt so groß werden.

Drei große 5-Sterne Resorts (das Mövenpick Resort & Spa, das Steigenberger Golf Resort und das Sheraton Miramar Resort) und über 20 weitere Hotels stehen für Touristen offen.

Nummer Eins für uns ist das Fünf-Sterne-Steigenberger Golf Resort El Gouna, es liegt direkt gegenüber dem von Gene Bates und Fred Couples designten 18-Loch-Golfplatz ‚El Gouna Golf Club‘.

Die ersten 9 Löcher dieses Courses sind seit 1999, die anderen seit 2000 spielbar – und es gelten die DGV-Regeln!

Markant und von weitem gut erkennbar ist der Golfplatz durch seinen Aussichtsturm – die ganze Lagunenstadt und der Golfplatz liegen einem zu Füßen. Zwei Pros bieten flexibel und individuell Anfängern und geübten Spielern ihre Hilfe an. Grundsätzlich spricht man Englisch, allerdings verstehen die Pros und das Personal im Clubhaus/Proshop auch Deutsch.

Das 30 Personen starke Greenkeeper-Team pflegt den Platz unglaublich gut – die Grüns sind trotz der afrikanischen Sonne weich wie ein Teppich, die Fairways saftig und die Roughs für Europäer ungewohnt mit Kakteen und Wüstensand gestaltet. Die Bunker haben eine lustige Eigenschaft – je nach Luftfeuchtigkeit und Windrichtung wird der Sand an der Oberfläche steinhart – ich habe aus dem Bunker mit einem Holz(!) weiterspielen können.

Ein unverhofftes Ereignis hat dann unser IMG_9981Spiel kurz unterbrochen: Vom Steigenberger kam ein Hochzeitspaar und hat sich auf dem Fairway fotografieren lassen.

Die Aqua-Driving-Range hat vier kleine ‚Zielinseln‘, verschlagene Bälle landen in der Lagune, schwimmen im salzhaltigen Wasser und werden vom kräftigen Wind direkt wieder zurück an Land getrieben. Ein tolles Schauspiel.

Seit Anfang 2016 ist auch der von Karl Litten entworfene Par-72-Meisterschaftsplatz ‚Ancient Sands Golf Course‘ bespielbar. Eine besondere Herausforderung ist Bahn15, da muss man zwei mal über die Lagune spielen – bei Gegenwind keine einfache Aufgabe.

Mindest-Handicap für beide Anlagen ist 45.

Durch die wie ein Windkanal wirkenden westlich gelegenen Berge weht über El Gouna ein stetiger Wind – die Kite-Weltmeisterschaften wurden im September 2015 hier ausgetragen und man kann das ganze Jahr über Kites am Horizont sehen. Am Ortseingang befindet sich zudem eine große Wasserski-Seilzuganlage. Den Inseln vorgelagert ist ein großes Unterwasser-Abenteuerland – mehrere planmäßig versenkte Schiffe und die natürliche Korallenlandschaft sind ein Taucherparadies.

Kiter
Kites auf dem Roten Meer vor El Gouna

In El Gouna ist der Individualverkehr eingeschränkt. Die Bewohner und Besucher nutzen Shuttle-Busse und Taxis (TokTok), für die – einmalig in Ägypten – Festpreise gelten! Drei Buslinien fahren im 20-Minuten-Takt durch die Lagunenstadt und verbinden alle Inseln. Darüber hinaus bevölkern Boote, Yachten und Jetskies die türkisblauen Wasserstraßen.

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Nachmittags gegen 16:00 Uhr – Die Sonne über den Bergen im Westen.

El Gouna bietet mit 36 Inseln, 17 Sterne-Hotels, über 100 Restaurants, flächendeckendem (allerdings kostenpflichtigen) WLAN und 10 km feinstem Sandstrand (verteilt auf 5 Inseln) mit grandiosen Ausblicken auf Meer, Kiter oder Lagune eine unglaubliche Vielfalt an Natur und Luxus – eben Leben wie es sein sollte!

Besuch im Schiffshebewerk Niederfinow 3. April 2016

Ingenieurskunst zum Anfassen – das Schiffshebewerk Niederfinow

An einem schönen Frühlingssonntag – es war Anfang April – fuhren wir von Berlin aus ca. eine Stunde lang in östlicher Richtung, um das älteste noch in Dienst stehende Schiffshebewerk Deutschlands anzusehen. Zunächst geht es bequem auf der gut ausgebauten Bundesstraße vorwärts, doch dann werden Stück für Stück die Straßen schmaler, huckliger und kurviger, bis man schließlich in Niederfinow ganz plötzlich am Schiffshebewerk angekommen ist. Direkt unterhalb des hoch aufragenden Bauwerks aus genietetem Stahl befinden sich das Informationszentrum und der Parkplatz. Die Kosten der Besichtigung sind moderat: 3 Euro Parkgebühr und 2 Euro Eintritt für Erwachsene, 1 Euro pro Kind.

Das sonnige Wetter hat viele Besucher hierher gelockt, der gut gefüllte Parkplatz zeigt es.

Übrigens ist das Schiffshebewerk ein beliebter Biker-Treff, und sicherlich nicht nur, weil Biker hier kostenlos parken.

Nachdem wir einen ersten Blick durch die noch kahlen Bäume auf das Stahlungetüm geworfen haben, müssen wir noch die Eintrittskarten kaufen. Entweder holt man diese am Automaten oder im Info-Zentrum.

Danach überqueren wir die Straße, denn dort ist das Eingangstor zum Besucher-Aufstieg. Das Schiffshebewerk verbindet ja die Havel mit der Oder über den Oder-Havel-Kanal. Eine Geländestufe von 36 Metern muss hier in Niederfinow überwunden werden. Das Besucherzentrum liegt auf der unteren Ebene, die eigentliche Besichtigung findet oben auf der Kanalebene statt. Also ist kraxeln angesagt. Anfangs geht es mit flachen Serpentinen langsam hügelauf, und die letzten Höhenmeter bewältigt man per Treppe.

Unterwegs eröffnen sich uns immer wieder interessante Einblicke, z.B. mitten durch das Schiffhebewerk unterhalb des Kanalkörpers oder auf die Baustelle des nebenan entstehenden modernen „großen Bruders“, das die Kapazität des Schiffsverkehrs mindestens verdoppeln und auch längeren Lastschiffen die Passage ermöglichen soll.

Oben angekommen, führt ein Fußweg an der Kanalbrücke entlang bis zum eigentlichen „Schiffsfahrstuhl“. Hier genießen wir den weiten Blick übers Land. Und ich habe ausgiebig von der Panoramafunktion der „Knipse“ Gebrauch gemacht 😉

Wer technisch interessiert ist, hat nun die Chance, das Schiffshebewerk aus nächster Nähe bei der Arbeit zu beobachten. Nur 5 Minuten dauert der Hebevorgang. Ein spannender Anblick!

Von hier oben hat man auch die beste Aussicht auf die Baustelle des neuen Schiffhebewerks. Eigentlich sollte es schon 2010, oder auch 2015 in Betrieb gehen, aber hier in Brandenburg gehen die Uhren anders. Hier wird die Zeit in BER gemessen: Brandenburgs Eigene (Zeit)-Rechnung ;-).

Mit dem Kopf voller Eindrücke wandern wir nun wieder hügelabwärts, um uns eine Stärkung am großen Imbissstand zu gönnen. Herzhaft-familiär geht es hier zu und die Currywurst mit Pommes sind lecker und echt preisgünstig.

Zum Abschluss noch eine kleine Plus/Minus- Liste:

Minuspunkte:

Das Personal im Besucherzentrum war unfreundlich :-(

Um vom Besucherzentrum zum eigentlichen Tor der Anlage zu kommen, muss man die Durchgangsstraße überqueren – es sind keine Fußgängerschutzeinrichtungen vorhanden.

Die Toilettenbenutzung auf dem Gelände ist trotz der Imbissgastronomie kostenpflichtig und ziemlich teuer.

Pluspunkte:

Es ist ein eindrucksvolles technisches Bauwerk und die Besichtigung findet bei laufendem Betrieb statt.

Für ganz Neugierige ist das Mitfahren in einem Schiff beim Heben und Senken möglich (kostet extra).

Es gibt einen großen Imbiss mit breitem Angebot auf dem Gelände und Restaurants in unmittelbarer Nähe.

Parkgebühr und Eintritt sind preiswert.

Fazit:

Es ist schon erstaunlich, was unsere Vorväter mit ihren mutigen Zukunftsvisionen erschaffen haben! Seit 1934 ist das Schiffshebewerk in Betrieb und hatte seither nur ganz wenige technische Störungen. Ein wirklich beeindruckendes Zeugnis deutscher Ingenieurskunst! Es lohnt sich, einen Abstecher hierher zu unternehmen, wenn man im Raum Berlin unterwegs ist.

Liebe Grüße aus Z. am See

Dorit

Internationale Tourismus Börse ITB Berlin 2016

Am Freitagmorgen bin ich um 5:00 Uhr aufgestanden,
habe mich um 6:00 Uhr ins Auto gesetzt und bin nach Berlin gefahren, um die 50. ITB zu besuchen – eine Premiere für mich!

Mein Timing war super, um beim USA Pressemorgen
in netter Gesellschaft zu frühstücken.

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Hier präsentierten sich an kleinen Stehparty-Tischen die verschiedenen Bundesstaaten und Regionen mit ihren Attraktionen.

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In der Harry-Potter-Erlebniswelt kann man richtig zaubern lernen!

Später hieß es für mich: Termin bei der Pressekonferenz des Kenianischen Tourismus-Boards mit dem Tourismus-Minister Kenias.

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Der kenianische Botschafter Prof. Joseph Magutt / PS Mrs. Fatuma Hirsi Mohamed / Tourismusminister Najib Balala / Ag. Director of Marketing KTB Jacinta Nzioka

Mit einer kleinen dem Berliner Verkehrsaufkommen geschuldeten Verspätung traf er ein und sprach dann über die Bemühungen seines Landes, für Touristen aus Deutschland wieder attraktiver und sicherer zu werden. Dazu werde ich später noch berichten.

Danach begann ich meine „Weltreise“ im Schwabenländle.

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Aktivurlaub im Südwesten Deutschlands

Ein Abstecher nach Bayern – sollen diese Gruselgestalten einladend wirken?

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Holzige Waldschrate entstehen direkt vor Ort

Weiter ging es nach Ägypten.

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Die ägyptische Tourismusbehörde hatte die größten Sehenswürdigkeiten des Landes gleich mitgebracht und in Halle 23 aufgebaut.

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Der ägyptische Tourismus-Minister Mr. Hisham Zaazou warb ebenfalls auf dem Messe-Auftritt seines Landes um die Gunst der europäischen Touristen.

Nur einen Katzensprung weiter fand ich mich in Japans Kirschblütenfest wieder:

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Eine kleine Asienrundreise führte mich nach Indonesien,

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Farbenfrohes Indonesien…

dann nach Thailand,

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und wieder in Richtung Heimat via Türkei, wo ein kleiner Golfplatz zum Abschlag einlud.

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Ungarn bietet Abwechslung für Kopf und Bauch.

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Professor Rubiks Zauberwürfel in allen möglichen Variationen
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Süße Kuchenspezialität aus Ungarn

Belgien verwöhnt mit köstlichen Pralinen.

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Die Pralinen waren köstlich – und kostenlos!

Die Niederlande locken mit Tulpen, Käse und Kunst.

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In Lichtenstein fühlte ich mich fürstlich.

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Auf die Krone habe ich für dieses Foto verzichtet – das wäre einfach too much gewesen!

Und zu Hause in Sachsen? Da regnet’s.

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Trotzdem habe ich mich schwer beladen mit Souvenirs und Reiseprospekten wieder auf den Heimweg gemacht.
So fußmüde, wie ich war, hätte ich keinen weiteren Messetag mehr geschafft…
(Es ist wohl an der Zeit für ein wenig Ausdauertraining?)

Für Kurzentschlossene: Die ITB hat noch bis morgen geöffnet!

Liebe Grüße aus Z. am See

Dorit

Carnuntum – So nah waren die Römer noch nie!

Therme und Villa Urbana
Therme und Villa Urbana

Einmalig auf der Welt wurde am Originalstandort ein Teil einer römischen Stadt wiederaufgebaut, mit handwerklichen Methoden der Römer und unter Verwendung antiker Baustoffe. Das Ergebnis ist unglaublich eindrucksvoll: in einer funktionierenden römischen  Therme zu stehen, in der Stadtvilla (Villa Urbana) an einem römischen Weinfest teilnehmen – das lässt die Geschichte wortwörtlich begreifbar werden.

Ungefähr zwanzig Auto-Minuten vom Flughafen Wien-Schwechat entfernt wird die Römerzeit auf unvergleichliche Weise lebendig erlebbar. Im Museumskomplex Carnuntum finden wir Geschichte im Großformat: das Millitärlager mit Amphitheater, die davon 1,5 römische Meilen (ca. 2,2 km) entfernte Zivilstadt, das Amphitheater der Zivilstadt, das sogenannte Heidentor und das 1904 gegründete Museum Carnuntinum in Bad Deutsch-Altenburg bilden die Eckpunkte der Entdeckungsreise.

Carnuntinum in Bad Deutsch-Altenburg

Im Museum werden die Fundstücke aus dem ca. 10 km2 großen Areal gebündelt und in Ausstellungen aufbereitet, aktuell z.B.  „A.D. 313 – Von Carnuntum zum Christentum“ – in der von der Kaiserkonferenz 308 n. Chr. in Carnuntum bis zur Mailänder Vereinbarung 313 n. Chr. die Glaubenswandlung im römischen  Reich von der Vielgötter-Verehrung zum Christentum beschrieben wird.

Im kleinen Amphitheater

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der Millitärstadt (dem einzigen erhaltenen Teil der ehemaligen Lagerstadt) erlebt man hautnah die Faszination der Galdiatorenspiele. 8.000 Zuschauer fasste die Arena einst. In den Katakomben sind die Tierkäfige und Teile der Bühnenkonstruktion erhalten geblieben. Die Befestigungen eines Römerlagers, Wachtürme, Holzpalisaden, Lagerfeuer und Zelte sind originalgetreu rekonstruiert und bilden die Kulisse für aufwändige Spielszenen im Sommertheater.

Das große Amphitheater der Zivilstadt ist leider über die Jahrhunderte dem Steinraub zum Opfer gefallen, die Steine wurde u.a. für das Schloss Petronell, verschiedene Kirchenbauten und den so genannten Schüttkasten und auch für die Schloss- und Burg-Anlage Hainburg verwandt. Nur die eindruckvollen Grundmauern zeigen den Reichtum der in der Blüte 50.000 Einwohner zählenden Stadt.

Von der Zivilstadt, die sich über ca. 10 km2 ersteckte, sind nur ca. 1% bisher freigelegt. In diesem kleinen Teil wird jedoch seit ca. 2007 das gesamte römische Leben wiedererweckt.

Gefördert von der EU mit dem ersten Europäischen Kultursiegel wird die seit 130 Jahren andauernde Forschung mit einem besoderen Projekt gekrönt: Der originalgetreuen Wiederherstellung der Gebäude, Wege und Produktionsstätten.

Die Zivilstadt

Bisher sind neben den Straßen vier Gebäude funktionstüchtig fertiggestellt: das Haus des Tuchhändlers Lucius, die Villa Urbana als Stadthaus eines Patriziers, die kleine Therme und aktuell das Domus Quarta.

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Die Gebäude wurden in Optik und Ausstattung um das Jahr 350 n.C. angepasst. Dabei wurden ausschließlich damals vorhandene Bautechniken, Werkzeuge und Materialien eingesetzt. Das Ergebnis ist atemberaubend. In den vollständig eingerichteteten Gebäuden funktionieren die Heizungen, in der Therme fließen warmes und kaltes Wasser, die Backöfen und Herde verströmen Hitze und den Duft nach Essen – man erwartet hinter jeder Ecke, auf einen römischen Patrizier  oder einen Legionär in Rüstung zu treffen.

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Abgerundet wird das Museumsleben durch originalgetreu angelegte Produktionsstätten wie Brennöfen für Tongefäße, die offengelegten Fußbodenheizungen und detailierte Funktionsbeschreibung der Therme. Es wirkt alles so, als wäre die Zeit vor 1.700 Jahren stehen geblieben.

Lebendige Geschichte

Die Museumsleitung organisiert mit der 1885 gegründeten „Gesellschaft der Freunde Carnuntums“ über das ganze Jahr hinweg zahlreiche Veranstaltungen wie die „Frühlingstage in der Römerstadt“ (26.-28.03.2016), das „Römerfestival“ (28.05.-12.06.2016) oder „Römische Gaumenfreuden“ (Mai – August).

Ein Besuch in Carnuntum bringt die Gäste in die Glanzzeit des römischen Reiches, an einen Schlüsselpunkt der Weltgeschichte.

Carnuntum, die Stadt der Kaiser, ist wiedergeboren.

www.carnuntum.co.at

Mittwochs mag ich … Madeira im Januar

Madeira, die Blumeninsel im Atlantik, liegt etwa auf der Höhe von Casablanca ca. 740 km vor der Westküste Afrikas.
Der blumige Beiname der zu Portugal gehörigen Insel hält auch im Januar, was er verspricht – und nachdem ich einige Tage lang die Gärten und Landschaften der Süd- und Ostküste entdecken durfte, möchte ich Euch an meiner Freude über die Blüten Madeiras teilhaben lassen.

Liebe Grüße

Dorit

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MMI

Mediterran Golfen

Das Fünf-Sterne Golfresort&Spa Donnafugata in der Nähe des gleichnamigen Schlosses verfügt über zwei aufregende 18-Loch-Anlagen.

Die südafrikanische Golf-Legende Gary Player gestaltete 2005 den nördlich gelegenen Parkland Course. Der von Oliven- und Johannisbrotbäumen umgebene 6530 m lange Par-72-Course erstreckt sich an einem Naturreservat entlang bis an die Hänge des Ragusa-Hochplateaus.

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Zwischen Loch 16 und 17 liegt ein kleiner See, genauso zwischen Bahn 7 und Bahn 18. Anspruchsvolles Grün und viele tiefe Bunker nahe den Putting-Bereichen erfordern stets ein strategisches Spiel; Sandhindernisse gibt es dagegen nur wenige. Immer wieder begegnen den Spielern auch die für die Region typischen Steinmauern. Für einen kurzen Ausflug in die Vergangenheit sorgt außerdem eine griechische Nekropole aus dem 6. Jahrhundert v. Chr., die nur 100 Meter von Abschlag 6 besichtigt werden kann. Das Green der Löcher 9 und 18 befindet sich direkt neben dem Resort und formt ein natürliches Amphitheater, in dem die Suiten sowie das 19. Loch, das Restaurant Clubhouse, inklusive dem Swimmingpool und dem Spa liegen.

Donnafugata Golf Resort & SPA

Das Resort verfügt über 200 Gästezimmer (jedes mit Balkon/Terrasse), ein Clubhaus mit riesiger Terrasse, einen ProShop, vier Restaurants und Bars, einen Außenpool am Spa, Innenpool und ein Fitness-Center.

 

SP_NH_DonnafugataGolfResort_01Im 900 m2 großen Spa-Bereich mit atemberaubenden Blick auf Bahn 18 des Parkland Course warten Hydro-Massagen, Sauna und Dampfbad, Solarium und Massagen auf den erschöpften Golfer. Sechs Kosmetikräume laden zur individuellen Therapie. An der Beauty-Bar kann man außerdem einen Friseur, Maniküre und Pediküre buchen. Im Fitness-Bereich steht auch ein Personal-Trainer bereit.

 

Der zweite Course wurde von Franco Pinas als Links-Course designt. Er liegt in zwei große Tälern – jedes mit einem See in der Mitte.

F_NH_DonnafugataGolfResort_14Typisch für einen Linkscourse: Die Fairways sind von großen Bunkern gezeichnet, an deren Ränder die charakteristischen Straußgräser wachsen. Nur ein einziger Baum, eine beeindruckende Seekiefer, befindet sich auf dem Kurs. Die künstlich geschaffenen Hügel verlangen von den Spielern zwar technische Finesse, bieten aber auch einen atemberaubenden Blick über das Meer bis hin zur Mittelmeerinsel Malta am Horizont. Aufgrund des dominanten Seewindes und der verschiedenen Tees an jedem Loch ist ein Spiel auf dem Golfplatz immer wieder eine neue Herausforderung.

IMG_4483Zusätzlich zur riesigen Driving-Range (von beiden Seiten bespielbar!) ist dem Resort die Golfschule Golf Academy – Darren Clarke Centre of Excellence angeschlossen. Anfänger, Neugierige und Wiedereinsteiger, doch auch versierte Golfspieler finden hier in qualitativ hochwertigen Coaching-Programmen professionelle Anleitung.

Pro Davide Terrinoni korrigiert den Griff
Pro Davide Terrinoni korrigiert den Griff

Die Akademie verfügt über perfekte Trainingseinrichtungen: 70 Abschlagplätze, ein Pitching sowie Chipping Green, ein Übungsbunker und mehrere Putting Greens verbessern die Technik eines jeden Spielers. Dank des exzellenten Unterrichts des Profis Davide Terrinoni wurde die Schule mit dem Darren Clarke Centre of Excellence-Preis ausgezeichnet.

Die warme Gastfreundschaft Siziliens verbindet sich perfekt mit dem besonderen Ambiente und den modern ausgestatteten Zimmern des Resorts. Jedes Teil des Interieurs wurde gezielt ausgewählt, um den vier Zimmerkategorien verteilt auf 202 Zimmer einen gemütlichen und großzügigen Stil zu verleihen: Sowohl die Classic also auch die Superior und Deluxe Zimmer verfügen über 38 m2 Platz, die eleganten Suiten sogar über 77 m2.

Nur fünf Minuten vom Resort entfernt, inmitten der typischen mediterranen Vegetation des Naturschutzgebietes von Randello, zwischen Sanddünen und kristallklarem Wasser, befindet sich der Privatstrand des Donnafugata Golf Resort & SPA. Die Gäste des Resorts können darüber hinaus den Strand der Marina di Ragusa nutzen. Das Donnafugata Golf Resort & SPA ist zudem der perfekte Ausgangspunkt, um einige der schönsten Städte des historischen Verwaltungsgebiets Val die Noto zu entdecken: Scicli, Ragusa Ibla, Modica, Noto und Siracusa zählen zu den Perlen des UNESCO-Weltkulturerbes und sind besonders repräsentativ für die Epoche des sizilianischen Barocks.

Besonders vorteilhaft ist auch die gute Erreichbarkeit des Donnafugata Golf Resort & SPA: Nur 15 Minuten entfernt liegt der Flughafen Comiso; in etwa einer Stunde gelangt man zum Flughafen Catania. Beide Flughäfen bieten zahlreiche Verbindungen von und Deutschland an.

Das Donnafugata Golf Resort & SPA bietet verschiedene Golfpakete für einen Aufenthalt von zwei, vier oder sieben Nächten.

Weitere Informationen und Buchung unter:

www.donnafugatagolfresort.com

Essen im Flugzeug – EgyptAir

Macht Ihr das auch – Essen im Flugzeug fotografieren und dann vergleichen?

Ich jedenfalls freue mich jedes mal, wenn im Flieger ein wirklich nettes Personal auch noch gutes Essen serviert.

Vor zwei Wochen hatte ich das Vergnügen, mit EgyptAir ein paar Meilen zurückzulegen und dort sowohl die Business- als auch die Economyklasse kennen zu lernen.

Ich bin zunächst von Berlin-Schönefeld nach Kairo geflogen und hatte dabei dieses Menü:

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Fisch und Reis, Salat und Kuchen auf dem Flug Berlin-Kairo

Die Purser (alles Männer) waren entspannt und freundlich, der Kaffee bzw. Tee wurde aus echten Kannen serviert – nicht aus diesen Plastekübeln wie sonst üblich. Außerdem hat EgyptAir auch in der Economy echtes Besteck und kein Plastik. Die Fluggesellschaft bietet allerdings auch auf internationalen Flügen keinen Alkohol an – ich finde das vernünftig.

Egy-Kanne

EgyptAir hat seit ca. 6 Wochen mit Sherif Fathi Attia einen neuen CEO, der das Unternehmen wieder stärker am Markt positionieren will. Als Star Alliance Member wird sich EgyptAir besonders bei Flügen von Europa nach Ägypten neu und breiter aufstellen.

CEO-Egyptair

In der Business-Class hat EgyptAir in Kairo eine eigene Lounge für Inlandsflüge. Nicht so groß wie andere Lounges, dafür ist das Personal doppelt freundlich.

Der Imbiss im Flieger hat mich dann wirklich positiv überrascht: Lachshäppchen, Käse und Kuchen bzw. Obst – sehr frisch und lecker. Tassen und Untertassen aus Porzellan. Die netten Damen waren sehr fix und der Flug sehr entspannt.

In Kairo am Flughafen gibt es übrigens mehrere Lounges, hier noch ein paar Fotos:

Lounge-Kairo-1Lounge-Kairo-2 Lounge-Kairo-3 Lounge-Kairo-4

Ich habe mich als Gast bei EgyptAir jedenfalls wohl gefühlt und wünsche der Airline viel Erfolg für die Zukunft.